Hochwies - Vel'ké Pole und Paulisch - Pila Forum

Zwei Dörfer im Hauerland (Mittelslowakei)
#1

Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 28.02.2013 22:31
von Rudolf • 81 Beiträge

Mehr zufällig beim Stöbern als durch systematische Suche bin ich heute auf die verfilmten Kirchenbücher gestoßen, die unter folgendem link zu finden sind:

Kirchenbücher Pila

Sie bilden im wesentlichen den Zeitraum von 1787 bis 1906 ab und könnten bei der Suche nach Vorfahren sehr hilfreich sein.

Viele Grüße
Rudolf

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#2

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 11.05.2018 19:41
von wolfgang-barina • 5 Beiträge

Hallo Rudolf,

hat sich nach Ihrer Kenntnis seit 2013 der online-Zugang zu den Kirchenbücher von Paulisch noch einmal geändert? Ich sehe im Moment nur, dass man ohne (kostenpflichtige) Mitgliedschaft oder Registrierung bei FamilySearch nicht gut weiterkommt, würde das aber gerne umgehen.
Deswegen würde mich auch interessieren wo sich die richtigen Kirchenbücher befinden und ob man sie vor Ort einsehen kann.

In der Hoffnung, dass Sie mir vielleicht zufällig auch sonst eine Information oder einen Tipp geben können, sage ich noch kurz worum es mir im Moment geht: meine Großmutter Maria Bartosch, geb. 12. Oktober 1900 in Paulisch, hat dort wohl um 1920 herum einen Josef (Joseph) Barina geheiratet, dessen Nachnamen ich noch heute trage. Über die Bartosch-Linie ist in unserer Familie wenig bekannt, der Name taucht aber wenigstens bei den Hof- und Flurnamen des Buches "Hochwies/Paulisch" von Josef Maday auf. Ich denke auch, dass ich ungefähr weiß wo einmal der außerhalb gelegene Hof war. Ich war 2002 an der Stelle, er steht nicht mehr. Die Bartosch sind früh zur Arbeit nach Frankreich gegangen und sind nach dem 2. Weltkrieg über Deutschland verstreut.

Überhaupt nichts bekannt ist aber über den Barina-Großvater. Er ist auch bereits 1932 bei einem Arbeitsunfall in Frankreich gestorben. Er soll nach Erzählungen aus den 1950-er Jahren auch gar nicht aus Paulisch gewesen sein, sondern ein" Slowake". Mittlerweile glaube ich das aber nicht mehr, sondern denke, dass er vor dem ersten Weltkrieg aus Mähren gekommen sein könnte. Dort scheint der Name Bařina sehr verbreitet zu sein. Ich nehme an, dass der Name auf dem Weg von Mähren in die Slowakei (oder besser nach "Oberungarn") in "Barina" umgewandelt wurde. Aufschluss über den Geburtsort meines Großvaters und damit seine Herkunft und die des Namens würde ich mir evtl. von den Kirchbüchern erhoffen, in denen die Hochzeit mit Personendaten verzeichnet sein müsste.

Falls Sie mir irgend einen Hinweis geben können, wäre ich Ihnen sehr verbunden und verbleibe mit allerbesten Grüßen
Wolfgang Barina (Frankfurt/Main)

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#3

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 12.05.2018 12:34
von sk270278 • 30 Beiträge

Hallo Wolfgang,

bei familysearch kommt man nur noch an Daten wenn man sich dort anmeldet. Es ist allerdings ein KOSTENLOSER Zugang - also keine Angst vor Gebühren! Meines Wissens brauchst du nur eine funktionierende E-Mail Adresse (mußt ja nicht die Deine Hauptadresse nehmen). Ansonsten dürfte alles gleich geblieben sein.
Deine Großmutter Maria Bartosch (Bartos) habe ich auf Anhieb unter dem angegebenen Geburtsdatum gefunden ... Der Name Barina taucht allerdings bei den Suchergebnissen (1800-1910) in Paulisch gar nicht auf. Gibt es keine Aufzeichnungen von deren Hochzeit (wo auch immer)?

Viel Glück beim Suchen

sk270278


zuletzt bearbeitet 12.05.2018 12:36 | nach oben springen

#4

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 12.05.2018 14:28
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Ganz herzlichen Dank für die Suche, dann versuche ich es doch noch einmal bei familysearch.
Dass meine Großmutter auftaucht ist aber schon gut zu wissen, da komme ich dann auch nochmal an die Namen ihrer zahlreichen Geschwister und vor allem an ihre Vorfahren, zu denen es bei uns nie Informationen gab.
Dass der Barina nicht auftaucht, ist zwar misslich, aber immerhin auch eine Information und begründet nun auch andere Rückschlüsse. Ich denke, dass es keine Familie Barina in Paulisch gab. Wenn, dass ist er als einzelner junger Mann zugezogen, warum auch immer. Und am Ende haben die vielleicht gar nicht in Paulisch geheiratet, sondern (schon) in Frankreich. Evtl. war der Barina überhaupt niemals in Paulisch. Seine Kinder wurden jedenfalls wohl in Frankreich geboren, mein Vater 1927 in Paris. Der Barina-Großvater verstarb 1937 und meine Großmutter kehrte mit meinem Vater alleine 1943 nach Paulisch zurück. So macht das ganze Sinn.
Danke nochmals und einen schönes Wochenende!
Wolfgang

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#5

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 23.05.2018 17:58
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Darf ich noch einmal fragen, wo sich die Kirchbücher von Paulisch befinden und an wen man sich wegen Einsicht wendet?
Danke und Gruß, Wolfgang

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#6

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 24.05.2018 09:25
von wolfgang-barina • 5 Beiträge

Lieber Rudolph. inzwischen habe ich den Eintrag meiner Großmutter tatsächlich gefunden und denke auch, dass ich davon ausgehend deren Geschwister, Eltern etc. gut lokalisieren kann. Interessanterweise ist dabei dann doch bei den Anmerkungen ganz am rechten Rand der Name "Barina" aufgetaucht (vgl. hochgeladenes Bild). Darf ich Dich dazu doch noch einmal um Hilfe bitten: weißt Du von anderen Fällen, was das heißt und in welcher Sprache das ist? Die Sache ist einigermaßen kompliziert. Um 1860 herum ist das Register in Latein. Das Taufregister 1900 gesamt ist wiederum in Ungarisch, damit kommt ich gut zurecht. Der jetzt entdeckte Eintrag rechts ist von 1923 (1928) und offenbar slowakisch. Da der Name "Josef(o) Barina" auftaucht müsste es sich eigentlich um eine Art Veränderungsmeldung in Bezug auf die Daten bei Geburt handeln, wahrscheinlich Eheschließung/Namensänderung. Aber ganz sicher bin ich nicht.
Danke nochmals und beste Grüße
Wolfgang

Angefügte Bilder:
EIntrag-Barina-in-Geburtsregister-Paulisch-Bartos-Maria.jpg
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#7

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 24.05.2018 23:09
von Rudolf • 81 Beiträge

Guten Abend, Wolfgang.
In der rechten Spalte des Taufregisters ist ein Eintrag über die Hochzeit ("cop." = Abkürzung für copulare/ latein; "cum"=mit ) der Maria mit Josef Barina. Ich deute das Datum als 26.02.1928 (dies war ein Sonntag, also auch üblich für eine Hochzeit).
Die aktuellen Kirchenbücher (Taufregister ab 5.6.1904; Heiraten ab 1907; Sterbefälle ab 1898) sind beim Pfarrer in Velke Pole verwahrt (Stand meines letzten Besuches Mai 2015). Damals hat man mir Einsicht in die Einträge meiner Familie gewährt, aber auch nicht mehr. Am besten wird es sein, sich direkt an den Pfarrer zu wenden, er spricht allerdings nur slowakisch. Ich hatte Begleiter dabei, die zwischen meinem Englisch und dem Slowakischen übersetzten.
Internetauftritt: http://www.dokostola.sk/farnost/velke-pole

Weitere ("weltliche") Aufzeichungen sind im Matrikelamt Zarnovicz einzusehen. Ähnlich restriktive Vorgehensweise.[[File:Stammbaum Maria Bartos & Josef Barina.pdf]]

Mit den unterschiedlichen Sprachen in den Aufzeichnungen ist´s schon schwierig, da gebe ich Dir recht. Man muss schon verstehen, welche politische Lage zu jeder Zeit herrschte und in wessen Einflussbereich die Orte lagen.

Ausgehend von Deinen Informationen habe ich aus den Büchern bei familiysearch habe ich einmal begonnen, die Stammbäume darzustellen. Bekanntermaßen gab es viele Geburten in den Familien, doch auch sehr viele Todesfälle im Kindesalter, so dass nur wenige der Nachkommen eigene Familien gründen konnten. Die Daten sind nicht vollständig, aber ein Schritt zur Familiengeschichte.
Meine Großmutter mütterlicherseits war auch eine geborene Bartosch. Bei Gelegenheit werde ich weiterforschen, wann die Stämme sich trennten.

In einem weiteren Beitrag im Forum hast Du Steph (Stephanie) um Auskunft gebeten und auch erwähnt, dass Du im Besitz eines alten Hochzeitsfotos bist. Wenn Du gestattest, würde ich diese Aufnahme gern in meinen Fundus aufnehmen: wir haben beim Heimattreffen in Northeim in den letzten Jahren, so auch vor knapp 2 Wochen, diverse solcher Aufnahmen gesichtet, und einige der älteren Teilnehmer konnten die abgebildeten Personen identifizieren. Sobald meine Sammlung umfangreicher geworden ist, werde ich sie in Forum veröffentlichen.
Ebenso plane ich, in der Zukunft.die erfassten Kirchenbuch-Einträge (derzeit ca. 12000 Geburten, 3500 Heiraten, 7000 Sterbefälle) des Ortes Pila (soweit eindeutig identifizierbar, da ältere Einträge mit Velek Pole oder Zarnovica oder Nova Bana auftauchen) online zu stellen.

Herzliche Grüße aus dem heißen Norddeutschland. Wir warten dringend auf Regen...


Dateianlage:

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#8

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 25.05.2018 07:30
von wolfgang-barina • 5 Beiträge

Guten Morgen, Rudolph,
Danke für die umfangreiche Antwort. In der Zwischenzeit komme ich selbst ganz gut mit familysearch zurecht und habe bereits das weitgehend gleiche Ergebnis erzielt. Ich werden heute noch ein wenig am Stammbaum weiterarbeiten, mich aber vor allem auch darum kümmern, ob und wie man falsch transkribierte Namen auf der obersten Ebene korrigieren kann (außer durch das Hinzufügen von Namensvarianten als Anmerkung) und damit bei familysearch als unterschiedliche Personen geführte Menschen zu einer Person zusammenführen. Im konkreten Fall möchte ich gerne, dass "András Bartas" zu "András BARTOS" wird, dann ist er auch wieder identisch mit seinem eigenen Geburtseintrag. Das ist einfach einmal aus einem Eintrag falsch abgeschrieben und schon haben wir 2 Personen. Und meine Urgroßmutter gibt es unter mindestens 3-4 Namen: "Haar", "Haas", Hász", "Hosz" und zusätzlich dem Zweitnamen "Pis" oder "Pisch" (waren Doppelnamen in Paulisch gebräuchlich?). Korrektur und Zusammenführung wären angebracht. Wie gesagt, ich nehme mit familysearch auch selbst Kontakt deswegen auf, aber hast Du damit Erfahrung und kannst das abkürzen?

Anbei alle Fotos die ich besitze, auf denen Personen aus Paulisch dargestellt sind- Ob die Aufnahmen in Paulisch entstanden sind kann ich nicht sagen. Mein Vater ist 1927 in Paris/Frankreich geboren und eine große Gruppe von Bartosch-Mitgliedern aus den Jahrgängen um meine Oma sowie der eingeheiratete Barina waren damals in Frankreich. Wenn Du Fragen zu dem Fotos hast, kannst Du mich auch direkt unter post@wolfgang-barina.de kontaktieren, ich habe aber auch keine Probleme, Stammbaumfragen hier für alle sichtbar im Forum zu verfolgen.

Zentrum meiner Bartosch-Sippe ist offenbar das Haus/Anwesen "Paulisch 42", selbst wenn bei dem Geburtseintrag meiner Oma eine andere Nummer steht (95 oder 35). Der o.g. "András Bartos" wohnte dort wohl mit mehreren Brüdern (und/oder Schwestern) und deren Familien. Nr. 42 kehrt als Adresse bei unglaublich vielen Bartosch bis zurück wenigstens ins Jahr 1800 auf (soweit ich das auf die Schnelle gesehen habe) und meine Oma hat in den 1950er in Deutschland Lastenausgleich für "Paulisch 42" bekommen. Deswegen bin ich so sicher, dass ich hier richtig bin.

Wenn es Dir zu viel oder lästig wird sag Bescheid, hier noch weitere Anmerkungen und Fragen die sich bisher ergeben haben:

Auch ich lese in der Anmerkung im Geburtsregister bezgl. der Hochzeit meiner Oma als Datum 1928. Mein Vatger ist aber bereits 1927 in Paris geboren. Hälst Du es für denkbar, dass die erst ein Jahr später in Paulisch geheiratet haben, was war da üblich? Bedeutet der Eintrag sicher und automatisch, dass sie (1928) in Paulisch geheiratet haben? (Varianten: 1928 ist nicht das Jahr der Hochzeit, sondern des Eintrags, gleich wo die Hochzeit war).

Kann jemand sagen, welches Anwesen genau "Paulisch 42" war? Gibt es einen Plan mit eingetragenen Hausnummern? Ich bin mir recht sicher, dass es Nähe Oberfranz/Unterfranz war und denke auch, dass ich 2002 an der Stelle war. Der Hof ist wohl weg.

Zu dem Hochzeitsfoto: die Beschriftung auf der Rückseite haben wir als Kinder mehrfach mit Kuli nachgemalt und muss endlich einmal
komplett dechiffriert und ausgewertet werden. Im Moment bin ich nur recht sicher, dass die "Mutter mit dem Kreuz auf dem Kopf" rechts vom Brautpaar die "Anna Pis (Pisch) Haas (Haar, Hász, Hosz)" ist, die auch ich als meine Urgroßmutter identifiziert habe. Von der ausgehend denke können wir in alle Richtungen weiterforschen.

Dann nochmal grundsätzlich zur Bartosch-Sippe und auch Hinweise für Dich, ob und wie wir uns überschneiden könnten: von unserer Linie sind in den 1920ern einige in Frankreich, Nähe Les Tours, geblieben oder wenigstens deren Kinder. Evtl. kann man da heute noch Kontakte zu Kindern und Enkeln (...) wiederbeleben, nicht ganz sicher. Meine Großmutter ist verwitwet im Krieg nach Paulisch zurückgegangen, von dort dann vertrieben worden. Wenigstens ein Cousin oder Geschwister ist nach dem Krieg in Rostock/Bad Doberan gelandet, ob direkt aus Frankreich kommend oder über dem Umweg aus Paulisch weiß ich nicht. Wir haben noch in den 1960ern Briefe mit "Emmerich Bartosch" in Bad Doberan gewechselt. Von dem gibt es wohl ganz sicher noch Kinder und Enkel dort.

Für den Moment Dank und beste Grüße,
Wolfgang

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zuletzt bearbeitet 25.05.2018 07:34 | nach oben springen

#9

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 03.03.2019 23:01
von Margret • 4 Beiträge

Hallo Wolfgang Barina,
ich stamme von der Misskale (Mischkale) Familie.
Meine Tante Aurelia Bartosch (Tochter von Ignatius Miskale (Hof Orawetz 35) und Pauline Michal) war mit Josef Bartosch (1 Jahr?) verheiratet. - Keine Kinder.
Er wurde mit meinem Opa zusammen am 25.09.44 in Schemnitz erschossen. Es gibt heute dort (auch Internet) ein Denkmal mit Namen!

Von meiner Mutter weiß ich das Josef's Mutter nach Rostock geflüchtet ist. Sie hatten zwecks Datenbezeugung noch kurz Kontakt gehabt.
Hier wäre der Hinweis zum Verbleib von Josef Bartosch aus Paulisch (Pila).
Gruß Margarete


zuletzt bearbeitet 03.03.2019 23:04 | nach oben springen

#10

RE: Kirchenbücher Pila/ Paulisch

in Quellen zur Ahnenforschung 04.03.2019 16:49
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Guten Tag, Margret, Danke dass du ich gemeldet hast.
Wie ich gesehen habe, gab es in Paulisch mehrere Bartosch-Familien, ich werde mal versuchen herauszufinden, ob wir mit Aurelia irgendie verwandt sind. Leider kann ich mich gerade nicht direkt darum kümmern, ich bin erst wieder in 2 Wochen zurück in Frankfurt/Main.
Was den "Josef Bartosch" angeht, von dem Du sprichst, handelt es sich um ein Missverständnis. In dem Schreiben an Rudolf ist manches etwas verkürzt weil wir schon vorher darüber gesprochen hatten. Mein Ansatzpunkt war zwar immer die Bartosch-Familie in Haus Nr. 42, aber gesucht habe ich eigentlich einen Josef BARINA, der dort eingeheiratet hat und dessen Namen ich heute noch trage. Seine Frau Maria, geb. Bartosch, habe ich als Kind noch als meine Großmutter kennengelernt, der Josef Barina ist aber schon in den 1920ern gestorben, meine Großmutter war geistig gebrechlich und es gab keinerlei Dokumente und Verwandte, die etwas gewusst hätten. Nicht mal mein Vater wusste über ihn wirklich mehr als den Namen. Im Grunde gab es bis vor Kurzem über ihn nur die ganz wenigen Personenangaben, die meine Großmutter z.B. in Lastenaugleichsformularen anfangs der 1950er gemacht.

Im letzten Dreivierteljahr hat sich das aber sehr gründlich geändert. Insbesondere mithilfe verschiedener Personen und Stellen in der Slowakei habe ich herausgefunden, dass mein Opa Josef BARINA in Ich Ostry Grun geboren wurde. Der Name und die Familie kommen aber aus Zupkov. Mein Urgroßvater Barina hat zum zweiten Malin Ostry Grun geheiratet und ist von Zupkov dorthin gezogen. Über den Zensus kann man die Barinas in Zupkov bis etwa 1810 zurückverfolgen. Nachdem ich vorher gar nichts wusste und erwartet habe, war das erfreulich und sehr überraschend.

Mit den neuen Erkenntnissen gingen aber auch traurige Eindrück einher: Du schreibst ja von den Erschießungen 1944 in Schemnitz.
Ich weiß zwar nichts Konkretes und bis jetzt konnte ich auch nichts finden, aber es ist nicht auszuschließen, dass es in meiner aus Slokawen (Barina) und Deutschen (Bartosch) zusammengesetzten Familie Opfer auf beiden Seiten gab. In Schmenitz stehen deutsche Namen auf den Gedenksteinen, in Ostry Grun steht der Name "Maslen" auf dem Gedenkstein. So hieß meine Urgroßmutter dort. Wie gesagt, es kann sein, dass es niemanden von uns betroffen hat, aber die Frage hat mich sehr mitgenommen und bewegt mich immer noch.

Beste Grüße
Wolfgang Barina

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